Meine Arbeit – ein persönlicher Einblick

Gemalt habe ich schon immer. In der Schule hat mich das nicht weit gebracht, dort ging es vor allem um figuratives Arbeiten, das mir nie wirklich lag. Später habe ich meine Kreativität auf andere Weise gelebt, zuerst als Hotelfachfrau, unterwegs in Großbritannien, in London und auf Kreuzfahrtschiffen rund um den Globus, danach als Mediengestalterin, kreativ am Computer.
Im Erwachsenenalter hatte ich schwerwiegende Probleme mit meiner mentalen Gesundheit, ausgelöst durch dauerhaften Stress und belastende Arbeitszeiten im Beruf.
Ca. 2019 habe ich über Instagram eher zufällig wieder zum Malen gefunden. Aquarell war der Einstieg. Anfangs habe ich vieles nachgemalt, ohne darin wirklich anzukommen.
Der größte Einschnitt kam Ende April 2022. Bei einem sehr schweren Unfall an meiner rechten Hand wurden mehrere Finger stark verletzt. Es folgten Monate mit Schienen sowie fast zwei Jahre Ergo- und Physiotherapie. Als ich zum ersten Mal für kurze Zeit ohne Schiene sein durfte, habe ich wieder zu Pinsel und Stift gegriffen. Aquarell, Papier und sehr feine Linien wurden zu einem festen Bestandteil meines Lebens. Malen ging plötzlich über das Bild hinaus. Es wurde Ausgleich, Ruhe und ein Ort, an dem ich einfach sein konnte. Aus dieser Zeit heraus hat sich mein eigener Kunststil entwickelt.
Seitdem begleitet mich das Malen täglich. Es hilft mir, mit mentaler Gesundheit und ADHS umzugehen, Gedanken zu ordnen und Ruhe zu finden. Meine Finger sind nicht mehr vollständig funktionsfähig, aber sie tragen mich genau dort, wo es für mich wichtig ist.
Ich bin ein Mensch, der es leise mag und ohne Trubel. Für den Augenblick kann ich mir keine Ausstellungen vorstellen. Meine Bilder dürfen für sich sprechen.
Wer mehr sehen möchte, findet mich auf Instagram unter :
stille.farben.bunt.